
Zustandsanalyse in 85 Meter Höhe

Ingenieurbaukunst von 1937
Sanierung eines Kulturdenkmals
Die Haggenbrücke, 1937 gebaut, verbindet die Gemeinde Stein im Kanton Appenzell Ausserrhoden mit St. Gallen. Die filigrane Stahlkonstruktion gilt als wichtige Zeugin der Ingenieurbaukunst im letzten Jahrhundert. Basler & Hofmann erhielt das Ingenieurmandat für die Sanierung dank seiner langjährigen Erfahrung mit genieteten Stahlfachwerkbrücken.
Zustandsaufnahme in schwindelnder Höhe
Die 85 Meter hohe Haggenbrücke ist im schweizerischen Inventar der Kulturgüter als Objekt von nationaler Bedeutung eingetragen. Mit den Sanierungsmassnahmen soll das Bauwerk langfristig erhalten werden. Basler & Hofmann führte zunächst eine umfangreiche Zustandsanalyse durch. Besonders heikle Stellen nahm das Team kletternd selbst in Augenschein. Die statische Überprüfung in einem 3-D-Modell zeigte, dass die Brücke teils statisch sehr belastet ist und zu starken Schwingungen neigt.
Sanierung mit historischem Fingerspitzengefühl
Das Sanierungskonzept setzt an mehreren Punkten an: Die Fundamente werden instandgesetzt. Die schwere Betonplatte der Fahrbahn wird durch eine leichtere Stahldecke ersetzt und die grazile Konstruktion dadurch deutlich entlastet. Bei der Bauausführung wählte man eine Variante ohne vollständige Einhausung und verhindert so, dass die Pfeiler einer zusätzlichen Windlast ausgesetzt sind. Mit neuem Korrossionsschutz, der neuen Brückenplatte, einer verbesserten Entwässerung und Schwingungsdämpfern ist die Zukunft des eindrücklichen Bauwerks gesichert.
Auftraggeber:
Stadt St. Gallen, Gemeinde Stein AR