
Fassadendetail

Innenhof des Sammlungszentrums
Rostende Stahlfassade für historische Kulturgüter
In Affoltern am Albis steht das aussergewöhnliche neue Sammlungs-zentrum der Schweizerischen Landes-museen. Das Auffälligste an dem neuen Bauwerk ist seine Fassade: Sie besteht aus rostendem Stahl.
Metapher für das Altern
Was anderswo möglichst vermieden werden soll, ist hier ausdrücklich erwünscht: die Korrosion der Fassade. Der rostende Stahl symbolisiert im Gestaltungskonzept von Stücheli Architekten den Alterungsprozess der Objekte im Inneren des Gebäudes. Das Team von Basler & Hofmann hatte damit einen anspruchsvollen Auftrag. Es sollte eine Fassade entwickeln, die rostet und gleichzeitig dauerhaft ist.
Innovative Lösung mit Baustahl
Es wäre nahe liegend gewesen, für die Fassade so genannten wetterfesten Stahl einzusetzen, bei dem der Rost eine Korrosion hemmende Deckschicht bildet. Doch bei einer Fassade, die unmittelbar der Witterung ausgesetzt ist, versagt dieser Schutzmechanismus. Deshalb wurde in Affoltern kein wetterfester, sondern gewöhnlicher Baustahl verbaut. Zwar fällt jährlich ein gewisser Anteil des Stahls der Korrosion zum Opfer. Berechnungen haben aber gezeigt, dass es ausreicht, wenn die Stahlplatten nur 1 Millimeter dicker ausgeführt werden. Voraussetzung für die Haltbarkeit der Fassade ist ein innovatives Tragwerk, das Regenwasser frei abfliessen lässt. Ein Beispiel, das Schule machen könnte, und neue Einsatzgebiete für Baustahl eröffnet.
Bauherr:
Bundesamt für Bauten und Logistik BBL
Leistungen von Basler & Hofmann:
Projektierung Fasssadenverkleidung
Umbau Tragkonstruktionen