Ein Grossprojekt geht in Betrieb

11.06.2014

Am 15. Juni 2014 wird die erste S-Bahn über die Zürcher "Durchmesserlinie" verkehren. Herzstück der neuen Bahnverbindung von Altstetten bis Oerlikon ist der neue Tiefbahnhof Löwenstrasse, der unter dem bestehenden Zürcher Hauptbahnhof liegt. Der anschliessende Weinbergtunnel verbindet den unterirdischen Durchgangsbahnhof mit dem Bahnhof Oerlikon. Für diese beiden Abschnitte war Basler & Hofmann in den Ingenieurgemeinschaften federführend verantwortlich.

Der neue Bahnhof Löwenstrasse unter dem Zürcher Hauptbahnhof

Ein neuer Bahnhof im Untergrund

Mit der Eröffnung wird ein Projekt dem Betrieb übergeben, an dem zahlreiche Mitarbeitende über Jahre gearbeitet haben. Ein freudiger Tag auch für Basler & Hofmann, wird doch bei solch besonderen Ereignissen sichtbar, welchen Beitrag Ingenieure und Planer täglich für die Lebensqualität in der Stadt leisten.

Der neue Tiefbahnhof "Löwenstrasse" liegt 16 Meter unterhalb der bestehenden Gleise des Zürcher Hauptbahnhofs, verläuft unterhalb der Sihl und unterquert das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude. Allein diese Rahmenbedingungen stellten die Ingenieure vor zahlreiche technische Herausforderungen: Wie kann im Flussbett gebaut werden? Was passiert bei einem Hochwasser? Wie stellt man die Baulogistik mitten in der Stadt sicher? Die grösste Herausforderung war es jedoch, ein derart grosses unterirdisches Bauwerk unter laufendem Bahnhofsbetrieb zu realisieren. Kein Gleis durfte mehr gesperrt werden.

Tunnel unter Hauptverkehrsknoten

Nicht weniger anspruchsvoll war der Bau des Weinbergtunnels, der nur wenige Meter unterhalb des Central und unterhalb der Limmat hindurch führt. Zwei Jahre brauchte die Tunnelbohrmaschine, um von ihrem Startschacht in Oerlikon  bis ins 4.5 Kilometer entfernte Herz von Zürich durchzudringen – davon fast 6 Monate für die letzten 280 Meter. Denn die hatten es in sich: Die Bohrmaschine musste sich ihren Weg durch grundwasserführendes Lockergestein unter der Limmat und unter dem Bahnhofsplatz hindurchgraben – während über ihr ununterbrochen Trams und Autos verkehren. Dies ging nur mit zahlreichen Bauhilfsmassnahmen im Untergrund.

Besseres Angebot

Ab dem 15. Juni werden zunächst S-Bahnen über die neue Verbindung die Stadt durchqueren. Zum Fahrplanwechsel 2015 wird auch das Fernverkehrsangebot dank der Durchmesserlinie ausgebaut.