Radar-Installation auf dem Albispass

08.05.2012

Grosses Finale auf dem Albispass: Am 11. Mai 2012 wird der neue Radar von Meteo Schweiz auf dem Albispass installiert. Am 8. Mai wurde bereits der Technikraum auf den rund 47 Meter hohen Turm gehoben. Damit steht das Projekt Rad4Alp kurz vor dem Abschluss.

Präzise Unwetterwarnungen

Mit den erneuerten Radarstationen auf dem Monte Lema im Tessin, auf La Dôle in der Westschweiz sowie auf dem Albispass im Kanton Zürich ist Meteo Schweiz in der Lage, noch präzisere Wetterprognosen und Unwetterwarnungen herauszugeben. Diese Warnungen sind für den Katastrophenschutz ebenso wichtig wie für den Betrieb wichtiger Infrastruktureinrichtungen wie zum Beispiel eines Flughafens. Meldet der Radar auf dem Albis ein aufziehendes Gewitter, müssen am Flughafen Zürich umgehend die Betankungen eingestellt werden. Basler & Hofmann hatte beim gesamten Projekt Rad4Alp, mit dem Meteo Schweiz seine drei bestehenden Radar-Stationen auf den neuesten technischen Stand bringt, das Generalplaner-, Bauingenieur- sowie HLK-Mandat inne. 

Neuer Radar auf dem Albis

Der neue Radar auf dem Albis wird auf einem knapp 47 Meter hohen Stahlturm installiert, damit er den angrenzenden Wald noch gut überragt. Direkt unter der weissen Schutzhülle, in der sich der Radar befindet, ist der Technikraum angebracht. So müssen die Signale nur einen kurzen Weg bis zur Verarbeitung zurücklegen. Das erhöht die Datenqualität deutlich – stellt aber höhere Anforderungen an die Arbeit der Bauingenieure. Denn auch bei Windstärken von 160 km/h darf der Turm nicht mehr als 0.1° ausgelenkt werden. 
Noch bevor das Projekt Rad4Alp abgeschlossen ist, laufen schon die Planungen für zwei neue Radar-Stationen von Meteo Schweiz. Sie sollen bei Crans Montana im Wallis sowie an einem Standort in Graubünden gebaut werden. Basler & Hofmann ist wieder dabei.