Studienauftrag für Kanton Basel-Stadt: Wie kann der Autoverkehr reduziert werden?

03.06.2013

Um mindestens 10 Prozent soll die Gesamtverkehrsleistung des privaten Autoverkehrs im Kanton Basel-Stadt bis zum Jahr 2020 reduziert werden. Dieses ehrgeizige Ziel hat das Volk 2010 in einer Volksabstimmung gutgeheissen. Basler & Hofmann war zusammen mit dem Institut für Raumentwicklung IRAP der Hochschule Rapperswil eines der drei Expertenteams, die unabhängig voneinander in einem Studienauftrag analysierten, wie das Ziel zu erreichen ist.

Nötig: Stärkung des öffentlichen Verkehrs. Bild: Juri Weiss/bs.ch

Bis zum Herbst 2013 will der Kanton Basel-Stadt ein Umsetzungskonzept vorlegen, das festhält, wie der private Motorfahrzeugverkehr bis 2020 um 10 Prozent reduziert werden kann. Deshalb beauftragte der Kanton drei unabhängige Expertenteams mit einem Studienauftrag, der die Kohärenz der Basler Verkehrspolitik analysieren sollte und prüfen sollte, ob die bereits geplanten Massnahmen ausreichen, um das vorgegebene Ziel zu erreichen. Ausserdem sollten weitere Reduktionsmassnahmen vorgeschlagen und bewertet werden.

Push und Pull nötig

Die drei Teams kommen zu sehr übereinstimmenden Antworten. Klar ist: Zur Zielerreichung sind weitergehende Massnahmen erforderlich – neben einer Stärkung des öffentlichen Verkehrs (Pull) sind Einschränkungen beim Autoverkehr (Push) unausweichlich. Das Team von Basler & Hofmann sieht eine Kombination aus Massnahmen in den Bereichen Verkehrsmanagement (Dosierung und Steuerung des MIV), Parkraumbewirtschaftung, Ausbau des Fuss- und Veloverkehrs und des Tramnetzes, Mobilitätskultur sowie Stadtlogistik als zielführend an.

Die Ergebnisse der Studie sind in der Ausstellung "Stiig-Um" bis 14. Juni im Bau- und Verkehrsdepartement zu sehen (Münsterplatz 11, Basel, Mo-Fr. 8.00-17.00 Uhr).