Unterirdische Zentralbahn-Strecke geht in Betrieb

07.11.2012

Am 12. November 2012 verkehren die ersten S-Bahnen auf der neuen Doppelspurstrecke der Zentralbahn zwischen Luzern und Kriens. Die neue Streckenführung verläuft überwiegend unterirdisch. Das ermöglicht einen engeren Taktfahrplan. Basler & Hofmann hatte die Federführung im Planerteam für die Bahntechnik.

Bisher verlief die rund zwei Kilometer lange Strecke zwischen dem Bahnhof Luzern und der Haltestelle Kriens Mattenhof einspurig und oberirdisch mit fünf Bahnübergängen, an denen Strassen die Linie kreuzten. Das hatte häufige Wartezeiten für den Strassenverkehr zur Folge. Die neue Doppelspurstrecke verläuft nun auf einer Länge von 1.3 Kilometern in Tunnels. Damit werden Zug- und Strassenverkehr entflochten, die Lärmimmissionen reduziert und das Bahnangebot kann deutlich ausgebaut werden: Im ersten Jahr verkehren die Züge in beide Richtungen im Halbstundentakt, ab dem Fahrplan 2014 sogar viertelstündlich. Wichtiger Bestandteil der neuen Strecke ist die neue Haltestelle Allmend/Messe, mit der das grösste Veranstaltungsgelände der Zentralschweiz über die Schiene erschlossen wird.

Basler & Hofmann hat die Federführung in der Ingenieurgemeinschaft "zeba" inne und war für die Planung der Bahntechnik auf der gesamten Strecke, für die Akustikplanung der neuen unterirdischen Haltestelle, das Tunnelsicherheitskonzept, den Erschütterungsschutz sowie die Umweltbaubegleitung verantwortlich.