Variantenentscheid: Neuer Tiefbahnhof für RBS in Bern

20.12.2012

Der Regionalverkehr Bern-Solothurn RBS erhält einen neuen Tiefbahnhof unter dem Hauptbahnhof Bern. Nachdem in den letzten Jahren zahlreiche Varianten geprüft worden waren, ist dieser Entscheid nun gefällt. Basler & Hofmann war in der Planungsgemeinschaft für die Ausarbeitung der Variante "Tiefbahnhof" verantwortlich. Der Baubeginn ist für 2016/17 vorgesehen.

Über den Perrons

Kapazitätsgrenzen erreicht

Der RBS-Bahnhof in Bern stösst an seine Kapazitätsgrenzen. In den1950er Jahren für rund 16'000 Fahrgäste geplant, wird er heute täglich von bis zu 60'000 Passagieren genutzt. Für die Kapazitätserweiterung des S-Bahnhofs wurden zuletzt noch zwei Varianten geprüft. Die Variante "neuer Tiefbahnhof", die in der Planergemeinschaft von Basler & Hofmann ausgearbeitet wurde, wird nun zu einem Vorprojekt ausgearbeitet. Parallel plant die SBB unter der heutigen Bahnhofshalle eine zusätzliche Fussgängerpassage, die den RBS-Bahnhof direkt an den Fernverkehr anbinden wird. Basler & Hofmann ist für die Bautechnik und die Tragstruktur der Passage verantwortlich. Diese beiden Grossprojekte erhöhen die Kapazität des Bahnhofs Bern beträchtlich und verbessern den Komfort für die Passagiere.

Der neue RBS-Tiefbahnhof

Der neue Tiefbahnhof besteht aus zwei grossen unterirdischen, rund 20 Meter breiten Perronhallen mit je zwei Gleisen und einem zwölf Meter breiten Mittelperron, die unter den Gleisen 2 bis 7 des Berner Bahnhofs liegen. Über Rolltreppen gelangen die Passagiere in die beiden Fussgängerpassagen – von denen eine bereits besteht und eine weitere neu gebaut wird. Das Bauprojekt hält zahlreiche Herausforderungen für die Ingenieure bereit. Eine davon sind die extrem hohen Lasten auf den beiden unterirdischen Perronhallen, da sie direkt unter dem neuen PostParc- Gebäude liegen.