Verkehrsstudie für den Berner Bubenbergplatz

19.12.2013

Der Berner Bahnhof muss ausgebaut werden: Ein zentrales Element ist die neue unterirdische Westpassage, die die Pendler zu einem Ausgang im Bubenbergzentrum führt. Doch wie kann der zunehmende Passagierstrom auf dem Bubenbergplatz bewältigt werden? Die Stadt Bern präsentierte am 17. Dezember 2013 die Lösung, die die Verkehrsplaner von Basler & Hofmann erarbeitet haben.

Der Berner Bubenbergplatz aus der Luft

Auswirkungen des zunehmenden Passagieraufkommens

Der Berner Bahnhof wird in den nächsten Jahren stark umgebaut, um die weiter zunehmenden Pendlerströmen aufnehmen zu können. Wesentlicher Bestandteil der Ausbauten ist eine zusätzliche unterirdische Fussgängerpassage, die "Westpassage", die die Reisenden vom Perron zu einem neuen Zugang im Bubenbergzentrum leitet. In der Spitzenzeit (10 Minuten stärkste Personenfrequenz) muss man hier zukünftig mit bis zu 8'000 Personen rechnen. Zum Vergleich: Heute sind es 1'700. Wie können diese Personenströme am Bubenbergplatz bewältigt werden? Wie kurze und zuverlässige Reisezeiten für die ÖV-Fahrgäste sichergestellt werden? Und wie viele Autos können dann noch über den Bubenbergplatz verkehren? Diese Fragen beantwortet eine umfangreiche Variantenstudie sowie ein Betriebs- und Gestaltungskonzept von Basler & Hofmann, das am 17. Dezember 2013 von der Stadt Bern vorgestellt wurde. Vorgabe für die Studie war, dass der öffentliche Verkehr Priorität geniesst. 

Klare Empfehlung der Fachplaner

Untersucht wurden insgesamt vier Stossrichtungen:1. Festhalten am heutigen Zustand 2. Beschränkung des motorisierten Individualverkehrs auf die Geraudeausbeziehungen– kein Abbiegen mehr3. Bubenbergplatz vom motorisierten Individualverkehr freihalten4. Verlagerung der Fussgängerströme in eine Unterführung bis zum Hirschengraben 

Als beste Lösung stellte sich klar Stossrichtung 2 heraus. Da es keine Abbiegemöglichkeiten für Autofahrer mehr gibt, sind weniger Grünenphasen nötig. Daraus resultieren eine kürzere Umlaufzeit der Lichtsignalanlage, damit auch kürzere Wartezeiten und eine höhere Kapazität. Ausserdem schafft diese Lösung genügend Platz für die nötigen Wartebereiche. Für diese Bestvariante erstellten die Planer ein Betriebs- und Gestaltungskonzept.