Gubristtunnel: Ein Nadelöhr wird entschärft

Mit mehr als 120'000 Fahrzeugen pro Tag ist die Nordumfahrung Zürich heute einer der am stärksten befahrenen Strassenabschnitten der Schweiz. Es kommt regelmässig zu Staus und Unfällen. Die Gesamterneuerung und der Ausbau des Gubristtunnels mit einer dritten Röhre sollen für mehr Kapazität und Sicherheit auf der Strecke sorgen.

Beteiligte Kompetenzen

Tunnelbau, Vermessung

Auftraggeber

Bundesamt für Strassen (ASTRA)

Grösster Ausbruchdurchmesser der Schweiz

Der 3,3 Kilometer lange Gubristtunnel mit zwei richtungsgetrennten Tunnelröhren wurde 1985 in Betrieb genommen. Im Rahmen des Bauprojekts «A1 Ausbau Nordumfahrung Zürich» wird bis 2022 eine dritte Tunnelröhre mit drei Fahrstreifen gebaut. Im Anschluss werden die beiden bestehenden Röhren mit je zwei Fahrstreifen saniert. Der Bau der dritten Röhre setzt neue Massstäbe: Die neue Röhre wird mit einer Breite von 16 Metern den grössten Ausbruchdurchmesser haben, der bisher in der Schweiz realisiert wurde.

Vermessung mittels 3D-Laserscanning

Damit die Teilschnittmaschine während dem Vortrieb ihren Weg durch den Felsen findet, haben die Vermessungsexperten von Basler & Hofmann als Grundlage ein präzises Fixpunktenetz erstellt. Während den Bauarbeiten wird nun in regelmässigen Abständen kontrolliert, ob die Maschine auf dem richtigen Weg ist. Als Basis für die Projektierung der Instandsetzung der bestehenden Röhren wurden diese komplett mit Laserscannern erfasst. Im Vergleich zur Vermessung mit Tachymetern ist das Laserscanning viel schneller – ein entscheidender Vorteil, da der Betrieb in den Röhren weniger lang aufgehalten werden muss.

Unsere Leistungen

Bauherrenunterstützung sowie Stabsfunktion mit Oberbauleitungsaufgaben im Los 2 (Neubau 3. Röhre) und Los 3 (Instandsetzung 1. und 2. Röhre) für Projektierung, Ausschreibung und Realisierung.

Bauherrenvermessung: 3D-Laserscanning als Grundlage für die Instandsetzung der bestehenden Tunnels. Erfassung von Fahrbahnbereich, Abluft-, Frischluft und Werkleitungskanälen auf einer Länge von insgesamt rund 25 Kilometern. Erstellung von 3D-Modellen, 3D-Achsen und Querprofilen.

Erstellung eines Fixpunktnetzes im Umkreis von beiden Portalen der 3. Röhre. Vortriebskontrollen und Hauptfixpunkte untertags. Soll-Ist-Vergleiche der neu ausgebrochenen Querschnitte. Durchschlagskontrolle. Absteckungen und Kontrollmessungen bei den Portalen.