Stahl einfach unsterblich?

Alterung als Schutzschild: Stahl ist witterungsempfindlich. Ohne Schutz rostet er mit der Zeit. Eine Ausnahme ist Cortenstahl: Er bildet beim Kontakt mit der Witterung eine dichte Rostschicht, die das Material im Innern vor Korrosion schützt.
Marmor, Stein und Eisen bricht … … Stahl hingegen (fast) nicht. Er besitzt eine enorm hohe Duktilität. Er bricht nicht sofort, sondern hält auch wiederkehrenden grossen Lasten stand – ganz wie jemand mit «Nerven aus Stahl».
Der Schein trügt: Durch stetige Lastwechsel können im Stahl mikroskopisch kleine Risse entstehen, die von aussen unsichtbar bleiben. Um Brüche zu verhindern, untersuchen wir die altersbedingte Ermüdung von Bauwerken.
Ewiges Leben: Im Gegensatz zu verrottendem Holz oder zerbröselndem Beton kann Stahl unendlich oft eingeschmolzen werden, ohne an Leistungsfähigkeit zu verlieren. So könnte ein Stahlträger eines Gebäudes Teil einer Lokomotive gewesen sein.