«Die Lernkurve im Praktikum war enorm steil»

Mauro Jutz (23) aus Wien hat 2026 ein Praktikum als Junior-Ingenieur im Fachbereich Verkehr und Raum bei Basler & Hofmann absolviert. Im Interview erzählt er, wie er die fünfeinhalb Monate erlebt hat, welche Projekte ihn begeistert haben – und warum er jederzeit wiederkommen würde. Ein schöner Nebeneffekt des Praktikums: Schweizerdeutsch versteht Mauro mittlerweile perfekt.
Mauro, wenn du auf dein Praktikum zurückblickst: Was bleibt dir in Erinnerung?
Mauro: Dass ich vom ersten Tag an Teil des Teams Verkehr und Raum war. Bevor man ein Praktikum anfängt, weiss man ja nie, ob man wirklich ein Praktikum macht oder einfach «billige Arbeitskraft» ist. Die Zeit bei Basler & Hofmann war wirklich ein ordentliches Praktikum. Ich durfte in unglaublich viele Projekte reinschauen, Fragen stellen und direkt mitarbeiten. Mich hat überrascht, wie viel Vertrauen das Team mir entgegengebracht hat. Ich habe unglaublich viel selbst machen dürfen. Natürlich hat das Team alles geprüft – aber ich durfte zuerst einmal arbeiten, erhielt dann Feedback und konnte daraus lernen. So konnte ich mich fachlich enorm weiterentwickeln.
Was waren deine wichtigsten Aufgaben?
Mauro: Ich habe vor allem an Projekten zur Gestaltung von Strassenräumen und an Mobilitätskonzepten mitgearbeitet. Ein grosser Teil meiner Arbeit bestand darin, Varianten im Software-Programm Vectorworks auszuarbeiten und Pläne zu erstellen, etwa für Strassenräume. Ich habe zum Beispiel für eine Brücke geprüft, wie der Autoverkehr geführt oder beschränkt werden könnte, wie viel Platz künftig für Fussgänger zur Verfügung stehen soll und ob Baumreihen möglich sind.
Mit der CAD-Software Vectorworks hatte ich vorher noch nie gearbeitet – da habe ich bei null angefangen. Nach kurzer Zeit durfte ich bereits selbstständig Pläne bearbeiten. Die Lernkurve war extrem steil.
Welches Projekt hat dich besonders begeistert?
Mauro: Am spannendsten war für mich die Mitarbeit an einem Mobilitätskonzept für einen Hochschulstandort in einer Innenstadtlage. Dort muss jeder Quadratmeter möglichst effizient genutzt werden. Ich durfte Personenflussanalysen durchführen, an Berichten mitschreiben und mithelfen zu beurteilen, wie viele Veloabstellplätze oder Parkplätze künftig benötigt werden. Da habe ich zum ersten Mal richtig gemerkt, welchen Einfluss unsere Arbeit auf spätere Projekte hat: Unsere Empfehlungen entscheiden mit darüber, wie ein Standort später aussieht und genutzt wird.
Wie bist du zum Praktikum bei Basler & Hofmann gekommen?
Mauro: Durch einen glücklichen Zufall. Vor zwei Jahren habe ich an einer Karrieremesse in Wien mit Martin Oberkofler, Leitender Experte Strassenbau bei Basler & Hofmann, gesprochen und seine Visitenkarte mitgenommen. Die Visitenkarte ist dann zwei Jahre lang in meinem Nachtkästchen gelegen. Als ich nach meinem Bachelor in Raumplanung ein Praktikum gesucht habe, habe ich sie beim Aufräumen wiedergefunden und mir gedacht: «Jetzt schreibe ich ihm einfach mal.» Dass daraus so schnell ein Praktikum wurde, hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Besonders positiv überrascht hat mich, wie schnell und unkompliziert der Rekrutierungsprozess verlief. Vier Wochen nach meiner E-Mail hatte ich den Arbeitsvertrag unterschrieben.
Was hat dich an Basler & Hofmann sonst noch überrascht?
Mauro: Die Schweizer Kultur gilt in Wien als eher introvertiert. Bei Basler & Hofmann habe ich das ganz anders erlebt. Viele Mitarbeitende sind einfach auf mich zugekommen und haben gefragt, wer ich bin und was ich mache. Das habe ich so noch nie erlebt. Besonders in Erinnerung bleibt mir das erste gemeinsame Mittagessen mit dem Team auf der Dachterrasse. Alle stellten sich vor. Da habe ich gemerkt, wie unterschiedlich die Werdegänge hier sind – Leute aus der Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland oder Österreich arbeiten zusammen, mit Hintergründen im Bauingenieurwesen, in der Raum-, Verkehrs- und Umweltplanung und vielen anderen Studienrichtungen. Diese Vielfalt fand ich unglaublich spannend.
Wo hast du während des Praktikums gewohnt?
Mauro: Ich konnte in einer Dienstwohnung von Basler & Hofmann wohnen, da war gerade ein Zimmer frei. Das war ein riesiger Vorteil, denn eine befristete Unterkunft in Zürich zu finden, der teuersten Deutschschweizer Stadt, ist für einen Praktikanten fast ein Ding der Unmöglichkeit. Gleichzeitig habe ich dort noch einen anderen Praktikanten kennengelernt und schnell Anschluss gefunden. Dieser Kollege war Praktikant im Bereich Strassenbau.
Was hast du persönlich aus den fünfeinhalb Monaten mitgenommen?
Mauro: Beruflich vor allem Selbstvertrauen. Am Anfang war vieles neu und ich war schon ziemlich gestresst. Rückblickend nehme ich vor allem eines mit: Man muss sich irgendwann selbst vertrauen, dass man das schon lernen wird – und dass es Leute gibt, die einen dabei unterstützen.
Privat habe ich viele internationale Kontakte geknüpft, Zürich und die Schweiz intensiv kennengelernt und neue sportliche Seiten an mir entdeckt. Ich war viel wandern und fast jedes Wochenende auf einem anderen Berggipfel.
Wie geht es für dich weiter?
Mauro: Zuerst geht es zurück nach Österreich. Dort werde ich als allererstes mal wieder ein Schnitzel essen. Dann beginne ich meinen Master in Raumplanung und Raumordnung. Und weil ich hier im Praktikum gemerkt habe, dass mich auch das Projektmanagement und wirtschaftliche Themen interessieren, möchte ich auch ein paar Fächer in Projektmanagement belegen.
Werden wir dich bei Basler & Hofmann wiedersehen?
Mauro: Auf jeden Fall hoffe ich das. Das Praktikum hat mir gezeigt, wie vielfältig die Arbeit ist und wie viel man hier lernen kann. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, nach meinem Studium wieder zu Basler & Hofmann zurückzukommen. Die Eintrittskarte hätte ich ja jetzt.
Welchen Tipp gibst du Studierenden, die sich für ein Praktikum bei Basler & Hofmann interessieren?
Mauro: Einfach bewerben. Auch eine Initiativbewerbung lohnt sich. Man bekommt hier die Chance, wirklich mitzuarbeiten und unglaublich viel zu lernen. Mein Rat ist ausserdem, alle Gelegenheiten zu nutzen – an Firmenanlässen wie zum Beispiel den Büroexkursionen teilzunehmen, um in den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachrichtungen zu gehen. Genau das macht das Praktikum in einem fachlich so breit aufgestellten Unternehmen wie Basler & Hofmann besonders.
Merci, Mauro, für dieses Interview – und alles Gute!


